Leherb selbst sagte dazu: „Keine Werkstatt, kein Experte, kein Keramiker in den europäischen Keramikzentren hielt 1980 die Realisation von acht mal acht Meter großen Majolikamalereien technisch für machbar: das hat es nie gegeben, das wird es nie geben und auch einem Leherb wird derartiges nicht gelingen.“

Leherb zur Technik: „Man arbeitet auf spröden, bruchanfälligen Tonplatten, die mit Majolikstaub, der sogenannten ‚[[Smalte]]‘ ,beschichtet sind, einer überwiegend aus Metalloxyden bestehenden, mit Wasser angerührten Glasur. […] Dieser Malgrund ist instabil und durch jede unsachgemäße Berührung zerstörbar. So gilt eine ein Meter hohe Bodenvase als meisterliche Spitzenleistung. Für acht mal acht Meter große Majolika Tafelbilder – die Dimension entspricht einer zweigeschossigen Hausfassade – gab es weder Vergleichs- noch Erfahrungswerte. […] Ich habe während des Entstehungsprozesses dieser ‚Universitätsfayencen‘ unzählige Tonnen Kunst bewegt. Es gab bei Motiven wie Gesichtern, Körpern, Händen einen Entstehungsprozess, der es notwendig machte, dass ich Platten bis zu 25 und 30 mal vom sechs Meter hohen Gerüst hinunter zur Detailstaffelei gebracht habe, ohne die Oberfläche berühren zu dürfen. Ein Vorzeichnen der riesigen Figuren war ja nicht möglich, auf Staub kann man ja nicht zeichnen.“

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